Borussia Freialdenhoven – SV Deutz 05 1:1 (1:0)

Das Spiel war noch gar nicht angepfiffen, da hatte Chris Massamba die Chance zur Führung, als er frei vorm Borussia-Tor scheiterte. Dann war der Zauber schnell verflogen. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend, um jeden Zentimeter wurde gekämpft. Deutz gelang es kaum, in abschlussfähige Situationen zu kommen. Zu oft war das Angriffszentrum verwaist, weil die Mittelfeldreihe hinter der einzigen Spitze Massamba unzureichend nachrückte. Dieser zunächst fehlende Mut führte aber auch dazu, dass Freialdenhoven außer Fernschüssen keine gefährlichen Aktionen hatte, weil die Schwarz-Gelben immer genügend Personal hinter dem Ball positionierten. Nur einmal nicht: Ein Borussia-Stürmer lief bedrohlich auf das Deutzer Gehäuse – verfolgt von Astrit Dauti – zu, Torwart Maurice Nguyen kam raus, aber nicht so richtig. Dauti holte seinen Gegenspieler ein und war gerade dabei, den Ball von der Linie zu schlagen, als ein Schubser ihn und den Ball ins Tor beförderte. Ein irreguläres Tor, das dummerweise aus Deutzer Sicht zählte. Dauti verletzte sich so schwer, dass Tim Wilking ihn ersetzte. Dann war Pause.

Ähnlich wie gegen Arnoldsweiler entfaltete die Kabinenansprache sogleich ihre Wirkung. Gut über links durchgespielt, dann flankte Sven Niklas mit großer Präzision und Besmir Simnica vollstreckte per Kopf zum Ausgleich. Endlich war das Zentrum besetzt und der gute Angriff wurde erfolgreich abgeschlossen. Die taktische Neuausrichtung trug Früchte. Das Mittelfeld stand nun höher, griff früher an. Die 05er setzten nach. In der 55. Minute faustete der Borussia-Keeper einen guten Freistoß von Calar Bahadori zur Ecke. Nach einer Stunde bereitete Wilking mustergültig eine weitere Chance von Bahadori vor: Wieder reagierte der Torwart hervorragend und klärte den Distanzschuss zur Ecke. Nach dieser kam der aufgerückte Hannes Viehweger zum Kopfball, aber etwas zu hoch angesetzt. Danach häuften sich die gefährlichen Situationen für Deutz 05. Freialdenhoven erhöhte den Druck, weil auch sie mehr als einen Punkt wollten. In der 75. Minute verhinderte Nguyen stark reagierend Schlimmeres. Sekunden später touchierte ein Drehschuss den Querbalken. Dann kam Justin Neufeld für Bahadori. Die Schwarz-Gelben überstanden die Druckphase des Gegners ohne Schaden. Kurz vor dem Ende wechselte Trainer Raimund Kiuzauskas doppelt. Für Massamba und Simnica kamen Anel Tabakovic und Ege Sentop. Dann besiegelte der Schlusspfiff des Unparteiischen das Remis.

Fazit:  Letztlich trennten sich beide Teams leistungsgerecht mit einem Unentschieden. Beide Teams hätten als Sieger vom Platz gehen können, was aber gute Torwartleistungen hüben wie drüben verhinderten. Einmal mehr mussten die Schwarz-Gelben die Abwesenheit ihres Torjägers David Marti Alegre kompensieren. Das gelang in der zweiten Hälfte zeitweise ganz gut mit geschlossener Mannschaftsleistung. Dennoch ist der Spanier mit seiner Präsenz und Ballsicherheit nur schwer zu ersetzen. Zudem fehlte ja mit dem gesperrten Lukas Kremer ein weiterer Mittelstürmer. Unter diesen Umständen kann das Unentschieden in Freialdenhoven durchaus als Erfolg gewertet werden. Deutz 05 wehrt sich in jedem Spiel leidenschaftlich und nimmt jeden Zweikampf an. Das sind lebenswichtige Attribute in dieser so ausgeglichenen Mittelrheinliga. Vielleicht ist es eine Überlegung wert, dem Verschleiß in dem von Deutz praktizierten aufwändigen und laufintensiven Spiel mit früheren Wechseln entgegenzuwirken. Es ist klar, dass jeder Wechsel Chance wie Risiko zugleich sein kann. Dass auch Borussia-Trainer Wilfried Hannes sich mit Veränderungen bis eine Viertelstunde vor Schluss zurückhielt, zeigt, wie schwierig scheinbar Zeitpunkt und Risiko von Wechseln zu bewerten sind. Am nächsten Sonntag begrüßt die Sportvereinigung aus Deutz den FC Hürth zum nächsten Meisterschaftsspiel. Viele werden sich an den dramatischen Spielverlauf der letzten Saison erinnern, als Deutz 05 in den letzten fünf Minuten zwei Tore zum 3:2-Sieg erzielte. Daher freuen wir uns auf Spannung und zahlreiche Zuschauer an der Dr.-Simons-Str.

Spielbericht:  HW Kley

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